Melissa Aldana Quartet

Artists
- Melissa Aldanasaxophone
- Pablo Heldpiano
- Pablo Menaresdoublebass
- Kush Abadeydrums
Zum Programm
Melissa Aldana Quartet – Der Klang ist das Zentrum
Auf der Suche nach dem perfekten Klang: Nichts weniger als dieser Vision hat sich Melissa Aldana verschrieben. Und begreift man die bisherigen Plattenveröffentlichungen als Versuche, sich diesem hehren Ziel anzunähern, ist die in Chile geborene 37-jährige Saxophonistin schon ein gutes Stück voran gekommen.
Melissa Aldana stammt aus einer musikalischen Familie, ihrem Vater Marcos Aldana, ein bekannter Altsaxophonist in Santiago de Chile, eiferte die junge Melissa nach, bevor sie, wie viele andere Musiker:innen auch, von einem Erweckungserlebnis ergriffen wurde, das für ihre weitere musikalische Entwicklung von einiger Tragweite sein sollte. Als sie einen der Giganten seines Fachs, den Tenorsaxophonisten Sonny Rollins, im Radio hörte, war es um den Teenager geschehen: Fortan sollte das Tenorsaxophon ihr bevorzugtes Instrument sein. Ihr Talent wurde schon sehr bald entdeckt; es folgten die üblichen Stationen, die zum Status einer auch international erfolgreichen Künstlerin führten: Studium in Berklee, erste Plattenaufnahmen unter eigenem Namen, Konzerte auf nahezu allen bekannten Jazzfestivals, mehrere renommierte Auszeichnungen als Instrumentalistin.
Das anfangs erwähnte Ideal stand dabei stets im Mittelpunkt von Aldanas Spiel. Es geht ihr nicht um Lautstärke, nicht um technische Brillanz, sondern um den Klang schlechthin: die Art und Weise, wie die Obertöne ihres Instruments den Schmerz einer Melodie noch lindern können; die Möglichkeit, wie die Präsenz ihres Saxophons den ganzen Raum einnehmen und ihn mit wechselnden Klangfarben erfüllen kann, ohne die beteiligten Musiker:innen in den Hintergrund zu drängen. Dass dabei ausgerechnet ein Musiker aus unseren Breiten mittlerweile zu ihren bevorzugten Begleitern zählt, ist einer glücklichen Fügung geschuldet. Vor vier Jahren befragte der Kölner Pianist Pablo Held in seinem Podcast Melissa Aldana, und prompt freundete man sich an. Es folgten gemeinsame Konzerte, unter anderem für die Cologne Jazz Week. Held gerät ins Schwärmen, wenn man ihn auf Aldana anspricht: »Melissa kann sehr gut zuhören und schließt daraus dann die richtigen Schlüsse. Und es ist einfach nur verblüffend, wie sehr sie mit den beiden anderen Musikern im Trio harmoniert.«
Es zahlt sich eben aus, wenn langjährige Begleiter, wie der Chilene Pablo Menares am Kontrabass und der Schlagzeuger Kush Abadey, das Rückgrat einer soliden Kleinformation bilden, der es vornehmlich um die Erkundung der Klänge »hinter den Noten« zu tun ist; einer Innenschau, die sich mit eigenen, tiefen seelischen Vorgängen beschäftigt. »Jede einzelne Note ist eine ganze Welt«, so Melissa Aldana in einem Interview. »Es gibt die rein technische Seite des Spielens, aber dann gibt es diese mystische Seite des Klangs, von der ich immer noch nicht genau weiß, was sie eigentlich ist.«
Im Konzert verkörpert das Ensemble einen emotionalen Minimalismus – eine stille Intensität, die Aldanas behutsamer Deutung der Melodie höchste Priorität einräumt. Mit denkbar großer Bedachtsamkeit und Zurückhaltung schreitet hier die Musik voran, was umso beeindruckender ist, wenn man bedenkt, zu welcher Virtuosität diese Musiker auch fähig sind.
Tom Fuchs
Vorschau
»Bundesjazzorchester und Bundesjugendorchester reloaded«Philharmonie.7 – Eine Stunde (R)auszeit
Liberation Orchestra of Inverted TraditionsEin Klangdialog
»Longing to tell – a blues opera«Akua Naru & Ensemble Resonanz
Hinweise
Ein digitales Programmheft?
Erleben Sie unsere Konzerte auf neue Art und Weise – interaktiv, multimedial und jederzeit zugänglich mit dem neuen digitalen Programmheft.
Das digitale Programmheft ist schon vier Tage vor dem Konzert kostenlos verfügbar und bietet Zusatzinformationen und multimediale Inhalte.
Für den Konzertabend liefert das digitale Programmheft die gewohnten Hintergrundinformationen zu den Mitwirkenden, Komponist:innen und Werken und gibt einen umfassenden Einblick in das Konzertprogramm.
Eine Stunde vor dem Konzert wechselt das Programmheft in den Konzertmodus: Multimediale Inhalte werden deaktiviert und die gesamte Darstellung abgedunkelt, um den Konzertgenuss nicht zu stören.
Zur Nutzung des Mobiltelefons
Im Saal ist der Zugang zum Internet eingeschränkt. Bitte laden Sie das digitale Programmheft vor dem Konzert. Ein WLAN-Zugang steht Ihnen dafür im Eingangsbereich des Foyers zur Verfügung.
Während des Konzertes bitten wir Sie, Ihr Mobiltelefon auf lautlos zu stellen und den Modus »Nicht stören« zu aktivieren. Lehnen Sie sich zurück und genießen Sie es, einmal nicht erreichbar zu sein.
Bild- und Tonaufnahmen
Wir bitten um Ihr Verständnis, dass Bild- und Tonaufnahmen aus urheberrechtlichen Gründen nicht gestattet sind. Beim Schlussapplaus dürfen Sie zur Erinnerung und privaten Nutzung gern ohne Blitz fotografieren und Ihre Bilder auch auf Social-Media-Kanälen teilen, nicht aber filmen oder den Ton mitschneiden.
Editor
- Kulturpartner der Kölner Philharmonie

Andreas Günther, Sebastian Loelgen (verantwortlich)


