Jakob Manz European Jazz Night

Mitwirkende
- Jakob ManzSaxophon, Flöte
- Emma RawiczTenorsaxophon
- Robinson KhouryPosaune
- Shuteen ErdenebaatarKlavier
- NesrineVioloncello, Gesang
- Aly KeïtaBalafon
- Nils KugelmannKontrabass
- Stéphane EdouardPercussion
- Mathieu ClementSchlagzeug
Zum Programm
Mit Energie und Kreativität – der Saxophonist Jakob Manz
Das Erste, was an ihm erstaunen muss, ist das Alter. Jede Wette, solch wegweisende Musiker wie Paul Desmond, Sonny Stitt oder gar Charlie Parker, allesamt Virtuosen auf dem Altsaxophon, sind seinerzeit gewiss nicht so früh musikalisch gereift wie der heute 25–jährige Jakob Manz.
Legt man dessen bisherigen Plattenveröffentlichungen zugrunde, so ist man verblüfft, mit welcher Leichtigkeit der Musiker aus dem Schwabenland die verschiedensten Spielarten des Jazz beherrscht. Nicht allein, dass Manz bestens im Fusionjazz der vergangenen Jahrzehnte bewandert ist, wie er auf seinem Debütalbum Natural Energy vor gerade einmal fünf Jahren eindrucksvoll belegen konnte, er zeigte sich wenig später im Duett mit der Pianistin Johanna Summer auch von seiner lyrischen, ja fragilen Seite. Keine Frage, Jakob Manz macht in allem, was er tut, eine bella figura: mal traditionsverbunden im Hard-Bop-Stil eines Cannonball Adderley mit weichem, elegantem Ton, mal extrem rhythmisiert und enorm funky, wie es einst Paul Nero (aka Klaus Doldinger) in den seligen sechziger Jahren beispielhaft auf dem Tenorsaxophon ausdrückte. Dies mag dann doch überraschen, galt auch nur die Nähe zu Jazz-Rock und Ähnlichem unter ambitionierten Nachwuchs-Jazzern in den vergangenen Jahren als tabu; da zeigte man doch lieber, wie viel man von Free Jazz oder Electronica versteht. Aber auch außerhalb der Jazzwelt sieht sich Manz um und zeigt keinerlei Berührungsängste mit vermeintlich »leichten« Genres, wenn es etwa um die kongeniale Begleitung von Popstars wie Sarah Connor geht.
Mit der European Jazz Night, die er in der Kölner Philharmonie kuratiert, schlägt Jakob Manz nun ein neues Kapitel in seiner noch kurzen Karriere auf. Wie man im Vorfeld erfahren konnte, erfüllte sich mit dem umfangreichen Line-Up der beteiligten Musiker:innen ein Herzenswunsch des Saxophonisten. Die insgesamt acht Damen und Herren kennen und schätzen sich, und, was vielleicht am wichtigsten ist: sie alle stammen aus derselben Generation. Einen Leader im klassischen Sinne gibt es dabei nicht – ein hervorstechendes Merkmal aller Projekte, die Jakob Manz angeht. Ein anderes ist die demokratische Verteilung der Kompositionsaufgaben. Was zu einer enormen Vielfalt führt: Da mag dann eine von Maceo Parker beeinflusste Nummer wie Eyes of Crystals aus Manz’ Feder neben einem zeitlosen Duett zwischen der mongolischen Pianistin Shuteen Erdenebaatar und dem Bassisten Nils Kugelmann stehen. Ähnlich weit voneinander entfernt liegen die exotischen Klänge des Balafons von Aly Keïta und dem arabisch anmutendem Cello-Sound von Nesrine Belmokh. Kurzum: Vieles Neue, Frische, das normalerweise in einem Sommer auf Deutschlands Jazz-Festivals zu hören ist, kommt hier an einem Abend auf die Bühne. Und wer weiß, vielleicht sticht den furiosen Jakob Manz mal wieder der Hafer, und wir werden mit einem Blockflöten(!)-Solo überrascht? Mit allem ist zu rechnen.
Tom Fuchs
Vorschau
Momi Maiga»Kairo«
Melissa Aldana Quartet»Echoes of the Inner Prophet«
»Bundesjazzorchester und Bundesjugendorchester reloaded«Philharmonie.7 – Eine Stunde (R)auszeit
Liberation Orchestra of Inverted TraditionsEin Klangdialog
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- Kulturpartner der Kölner Philharmonie

Andreas Günther, Sebastian Loelgen (verantwortlich)


