Navigation überspringen Bis Navigation springen
03.05.2018 Donnerstag 19:30 Uhr
Vergangene Veranstaltung
Bernd Alois Zimmerman: »Die Soldaten«
Oper Köln

François-Xavier Roth Musikalische Leitung
Carlus Padrissa (La Fura dels Baus) Inszenierung
Roland Olbeter Bühne
Chu Uroz Kostüme
Andrew Ollivant Einstudierung

Frank van Hove Bass (Wesener, ein Galanteriehändler in Lille)
Emily Hindrichs Koloratursopran (Marie, seine Tochter)
Katrin Wundsam Mezzosopran (Charlotte, seine Tochter)
Kismara Pessatti Alt (Weseners alte Mutter)
Nikolay Borchev Bariton (Stolzius, Tuchhändler in Armentières)
Dalia Schaechter Mezzosopran (Stolzius' Mutter)
Lucas Singer Bass (Obrist, Graf von Spannheim)
Martin Koch Tenor (Desportes, ein Edelmann)
John Heuzenroeder Tenor (Pirzel, ein Hauptmann)
Oliver Zwarg Bariton (Eisenhardt, ein Feldprediger)
Miljenko Turk Bariton (Haudy)
Wolfgang Stefan Schwaiger Bariton (Mary)
Young Woo Kim (Junger Offizier)
Dino Lüthy (Junger Offizier)
Peter Tantsits (Junger Offizier)
Ursula Hesse von den Steinen Mezzosopran (Die Gräfin de la Roche)
Alexander Kaimbacher Tenor (Der junge Graf, ihr Sohn)

Mitglieder des Chores und Extrachores der Oper Köln und Gäste

Gürzenich-Orchester Köln

ACHT BRÜCKEN | Musik für Köln

Bernd Alois Zimmermann
Die Soldaten (1957–65)
Oper in vier Akten Libretto vom Komponisten nach dem gleichnamigen Schauspiel von Jakob Michael Reinhold Lenz

Eine Oper, deren Uraufführung zu einem epochalen Ereignis wurde: Anlässlich des 100. Geburtstags von Bernd Alois Zimmermann zeigt die Oper Köln »Die Soldaten«, jenes Werk, dessen Uraufführung in der Domstadt 1965 in der öffentlichen Wahrnehmung bis heute nachwirkend als das wohl bedeutendste Ereignis in der Nachkriegsgeschichte dieses Hauses gilt. Der Realisierung des über mehrere Jahre hin entstandenen, kompositorisch hochkomplexen und in seiner musiktheatralischen Konstruktion bahnbrechenden Meisterwerks hatten im Vorfeld viele Hindernisse und Bedenken entgegengestanden – bis hin zur zeitweiligen Ablehnung als »unaufführbar«. Umso schwerer wogen der weithin beachtete Premierenerfolg und die mittlerweile zahlreichen Inszenierungen und Deutungen in aller Welt.

Im Zentrum der Handlung – angesiedelt im französischen Flandern, »gestern, heute und morgen« – steht Marie, die Tochter eines angesehenen Galanteriehändlers in der Regimentsstadt Lille. Ursprünglich dem Tuchhändler Stolzius zugeneigt, gerät sie an den Verführer Desportes, wird von diesem verlassen, lässt sich mit einem Hauptmann ein, wird wieder verlassen, büßt ihren guten Ruf ein, wird Opfer einer Intrige und schließlich von einem Soldaten vergewaltigt, landet als Hure auf der Straße – am Ende, auf der Gasse bettelnd, wird sie selbst von ihrem eigenen Vater nicht mehr erkannt. Das Schlussbild des Werks ist apokalyptisch: Die Gestalten gefallener Soldaten ziehen in einer endlosen Kette vorüber, man hört Marschtritte, Exerzierbefehle, Bombenabwürfe. Langsam senkt sich – so die szenische Anweisung – die Atomwolke herab.



Ort: StaatenHaus, Saal 1
Ende gegen 22:00

Eine Produktion der Oper Köln

Preise und Kartenbestellung über die Webseite der Oper Köln:
www.oper.koeln

18:45 Uhr, : Einführung in die Oper "Die Soldaten" von Bernd Alois Zimmermann, StaatenHaus Saal 3



Nach oben
© KölnMusik GmbH
Nach oben