Moonrise Kingdom ©Verleih

PHILMUSIK

Filmmusik und ihre Komponisten
 

Karten an der Kinokasse

Erst Anfang des Jahres 2018 machten Forscher an der University of Pittsburgh eine erstaunliche Entdeckung: Das bekannte Phänomen, dass man Klänge, Geräusche und Sprache besser deuten kann, wenn man den Absender des Signals sieht, werde dadurch unterstützt, dass sich das Trommelfell analog zum Auge gezielt auf das Objekt ausrichtet. Auge und Ohr seien also neurologisch miteinander gekoppelt. Mitunter wollen die Forscher herausgefunden haben, dass die Ausrichtung des Trommelfells kurz vor der Bewegung des Auges einsetzt. Hören und Sehen, diese beiden überlebenswichtigen Sinne, sind also noch einmal näher zusammengerückt. Wie stark auch umgekehrt das Sehen auf das Hören angewiesen ist, zeigt uns die Geschichte des Films: Nur schwer schien der Mensch zu ertragen, vor vollständig stummen bewegten Bildern zu sitzen. Und das nicht, weil er den Film sonst nicht inhaltlich verstanden hätte – dazu gab es seit jeher Zwischentitel. Es war das emotionale Verständnis des filmischen Inhalts, für das insbesondere die Musik schon immer ihren wesentlichen Beitrag leisten musste. Musik für den Film hat sich in ihrer jungen Geschichte zu einer eigenen, komplexen Kunst entwickelt. Und dennoch stehen Filmmusikkomponisten oft nur in der letzten Reihe aller an einer Filmproduktion Beteiligten. Wir haben kein ausgeprägtes Bild von den Menschen, die die Filmbilder in unseren Köpfen zu emotionalen Großereignissen werden lassen. Die Reihe PHILMUSIK, die die Kölner Philharmonie und die Kino Gesellschaft Köln veranstalten, rückt die Filmmusikkomponistinnen und -komponisten in den Fokus der Aufmerksamkeit. Zwischen Oktober 2019 und Mai 2020 stehen acht Filme mit Musik von Ralf Wengenmayr, Alexandre Desplat und Ennio Morricone auf dem Programm, darunter auch zwei Kinder-Filme.

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