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Raschèr Saxophon Quartett ©Felix Broede

Gürzenich-Orchester Köln ©Holger Talinski

Sonntag 10.05.2020,  11:00 

Roh oder gekocht

Raschèr Saxophon Quartett, Gürzenich-Orchester Köln, François-Xavier Roth

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Sein italienisches Feuer mildere er durch französische Zurückhaltung und Zartheit – so lobte ein Zeitgenosse den Komponisten Jean-Féry Rebel. Den Beginn der 1737 entstandenen Suite »Les Élémens« konnte er damit nicht meinen: Hier versinnbildlicht eine schreiende Dissonanz aus sämtlichen Tönen der Skala das Chaos vor der Schöpfung.
Weitaus mehr Skandal als dieses kunstvolle Durcheinander verursachte allerdings 1913 die Uraufführung von Igor Strawinskys Ballett »Le Sacre du printemps«. Anlass dazu gaben neben dem heidnischen Sujet und seiner tänzerischen Umsetzung vor allem die »barbarischen« Rhythmen der Musik. Zwischen Chaos und Barbarei dürfte sich der österreichische Tattoo- und Death-Metal-Fan Bernard Gander bestens aufgehoben fühlen. »Melodie und Harmonie sind hier zwei schmächtige Schwestern, die unter den Kettenrädern eines Panzers mit Namen Rhythmus zerrieben werden«, urteilte die Presse über seine Komposition »Cold Cadaver With Thirteen Scary Scars«. Das neue Werk »Evil Elves« wird wohl nicht viel zarter klingen...

Programm

Jean-Féry Rebel
Les Élémens
Simphonie nouvelle für zwei Flöten, Violine und Basso continuo

Bernhard Gander
Evil Elves: Level Eleven
für Saxophonquartett und Orchester
Kompositionsauftrag des Gürzenich-Orchesters Köln

Pause

Igor Strawinsky
Le Sacre du printemps
Bilder aus dem heidnischen Russland in zwei Teilen


Veranstalter
Gürzenich-Orchester Köln

Begleitprogramm

Einführung in das Konzert durch Martina Seeber
10:00 Uhr, Empore

Abonnements und Angebote

Kölner Philharmonie