Elshan Ghasimi ©Gerhard Kühne

Ein Ausflug in die Kunstmusik Persiens

Samstag 31.08.2019, 13:15

Basement der Christuskirche

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Eintritt frei!

Die Tar mit ihrem eigentümlich metallischen, leicht vibrierenden Klang ist eines der wichtigsten Musikinstrumente im persischen Sprachraum, vor allem im Iran und seinen Nachbarländern wird diese Langhalslaute bis heute gespielt. Etymologisch ist das Wort »Tar« mit der indischen Sitar und dem griechischen Wort »kithara« (Ursprung für unsere »Gitarre«) verwandt. Das Instrument wird mit einem Messing-Plektron gespielt, sein Resonanzkörper ist achtförmig und symbolisiert so die Unendlichkeit. Traditionell wird er aus Maulbeerbaumholz gefertigt und mit einer dünnen Membran aus der Haut eines Lamms bespannt. Zweieinhalb Oktaven umfasst der Tonumfang der Tar, neben Ganz- und Halbtönen lassen sich auf ihr auch die für die persische Musik typischen Zwischentöne spielen, die für westliche Ohren ungewohnt sind, aber auch eine besondere Faszination ausüben.

Die iranische Tar-Virtuosin, Komponistin und Performance-Künstlerin Elshan Ghasimi ist eine der wenigen Meisterinnen, die dieses Instrument beherrschen. Studiert hat sie in Teheran und Baku und wurde mit 17 Jahren jüngstes Ensemblemitglied im persischen Nationalorchester. Heute lebt sie in Berlin und Teheran und tritt vor allem solistisch auf. In ihren Kompositionen greift sie persische und europäische Dichtkunst auf – Gilgamesch ebenso wie Goethe – und setzt sich für einen Dialog zwischen der klassischen persischen und europäischen Musiktradition ein. »Die Poesie und die Musik sind für uns stete Begleiter«, berichtet Elshan Ghasimi über die Kultur, mit der sie in Isfahan aufgewachsen ist und in der Poesie, Musik und Literatur untrennbar verknüpft sind. »Unsere Großeltern wispern uns Verse ins Ohr, lange bevor wir laufen können.« In der Tar hat sie ihr Ausdrucksmittel gefunden: »Die Form der Tar ist der des menschlichen Herzen nachempfunden«, ist Elshan Ghasimi überzeugt.


Dauer ca. 30 Minuten, Stehplatzkonzert
(Es stehen sehr begrenzt Sitzmöglichkeiten zur Verfügung.)


Gefördert durch das Kuratorium KölnMusik e.V.

Mitwirkende


Veranstalter
KölnMusik

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