Kölner Philharmonie

500 Jahre Reformation

Dienstag 31.10.2017, 20:00

(Reformationstag)

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»Die Nacht ist vergangen, […] so lasst uns ablegen die Werke der Finsternis und anlegen die Waffen des Lichts.« Die Erfindung des Buchdrucks war für Felix Mendelssohn der Beginn der Aufklärung und er schrieb seine 2. Sinfonie »Lobgesang« unter Verwendung von Luthers Bibelübersetzung anlässlich von Gutenbergs Medienrevolution. Der Buchdruck war zugleich ein Grundstein für die Durchsetzung und Verbreitung der Reformation, deren 500-Jahr-Feier dieses Konzert mit einem ökumenischen Festprogramm einläutet: »Alles was Odem hat, lobet den Herrn.« Auch Georg Friedrich Händels »Feuerwerksmusik« und Bernd Alois Zimmermanns »Sinfonie in einem Satz« feiern jeweils den Beginn eines neues Zeitalters: Händel schrieb sein Werk für die Feierlichkeiten König Georg II. zum Ende des österreichischen Erbfolgekrieges, was den Frieden im späteren Europa maßgeblich beeinflusste. Zimmermanns »Sinfonie in einem Satz« ist noch geprägt von den katastrophischen Erfahrungen des zweiten Weltkriegs und ist doch Ausdruck eines Neubeginns: »Das ist so, und man kann sich dem nicht entziehen, ob man will oder nicht.«


Pause gegen 20:40 | Ende gegen 22:30

Das Konzert im Radio: WDR 3 live


Programm

500 Jahre Reformation

Georg Friedrich Händel
Ouvertüre D-Dur HWV 351 (1749)
für drei Oboen, zwei Fagotte, drei Trompeten, Pauken, Streicher und Basso continuo

Bernd Alois Zimmermann
Sinfonie in einem Satz (1951, rev. 1953)
für großes Orchester

Pause gegen 20:40

Felix Mendelssohn Bartholdy
Lobgesang. Eine Symphonie-Cantate nach Worten der heiligen Schrift op. 52 (1840)
für Soli, gemischten Chor und Orchester

Veranstalter
Gürzenich-Orchester Köln

Kölner Philharmonie