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Alexander Gavrylyuk ©Marco Borggreve

7 Konzerte

Piano

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Robert Schumann und Johannes Brahms bilden einen Schwerpunkt der »Piano«-Reihe in der Saison 2020/21. Den Auftakt macht Seong-Jin Cho, der 2015 als erster Koreaner den Warschauer Chopin-Wettbewerb für sich entscheiden konnte. Inspiriert vom heimischen Plattenschrank der Eltern ist Cho mit Karajans berlinsymphonischem Klangvermächtnis groß geworden und mit den Schubert-Aufnahmen von Radu Lupu. Als er in Paris bei Michel Béroff studierte, zeichnete sich seine Ausnahmebegabung bereits ab. Nach dem Erfolg beim Chopin-Wettbewerb war die Welt plötzlich eine andere. Seither zählt er zu den gefragtesten Jung-Pianisten weltweit. Fast immer im Gepäck: Musik von Chopin – so auch in Köln.

Gleich zweimal werden von Johannes Brahms die beiden Rhapsodien op. 79 zu hören sein, jener Moll-Doppelpack mit leicht irreführendem Titel. Denn während sich Franz Liszt in seinen ungarischen „Rhapsodien" um einen besonders improvisatorischen Charakter bemüht, strukturiert Brahms seine beiden Klavierstücke formal sehr klar, was jedoch gleichzeitig zu ihrer großen Beliebtheit beigetragen haben dürfte. Khatia Buniatishvili spielt diese Werke im Rahmen eines Recitals, das zentrale Kapitel der Musikgeschichte von Bach bis Prokofjew abdeckt. Die gebürtige Georgierin hat mit viel Disziplin, Beharrlichkeit und einer umfassenden musikalischen Begabung längst den Sprung von der Frühbegabten zur ernsthaften und begeisternden Künstlerin vollzogen, für die Musikmachen immer auch das Ausloten von Risiken bedeutet. Ihre Formen des Ausdrucks sind individuell und frei von stromlinienförmigen Ansätzen.

Auch Alexander Gavrylyuk hat, neben einigen Intermezzi, die beiden Brahms-Rhapsodien neu einstudiert. Nach seinem großen Erfolg beim letzten Köln-Auftritt 2019 kehrt der gebürtige Ukrainer und spätere Wahl-Niederländer nun in die Kölner Philharmonie zurück. Gavrylyuk vereint die virtuosen Aspekte des Klavierspiels und den stillen Poeten. Er kann Schumanns „Kinderszenen" ähnlich viel Reichtum abgewinnen wie einer Bearbeitung von Saint-Saëns‘ „Danse macabre". Von daher sind seine Programme selten monothematisch, sondern geprägt von einem ungewöhnlichen Reichtum unterschiedlicher Facetten.

Der Musik von Robert Schumann begegnet man, außer bei Gavrylyuk, auch im neu konzipierten Programm von Anna Vinnitskaya, die neben der schmucken „Arabeske" op. 18 auch Schumanns im Konzert eher selten zu hörende erste Klaviersonate spielen wird. Robert hatte sie einst der jungen Clara Wieck gewidmet – ein Werk, für das er in Teilen auf frühere Entwürfe zurückgegriffen hat und das einen jungen Komponisten zeigt, dessen kompositorischer Heißhunger sich an den Gesetzen formaler Traditionen reibt. Ergänzend dazu tritt als weiterer Schumann-Interpret Jonathan Biss hinzu, der neben Musik von Haydn, Kurtág und Janáček, auch die „Davidsbündlertänze" aufführen wird. Biss hat sich vor allem als Beethoven-Enzyklopädist einen Namen gemacht und zählt heute, wie etwa Francesco Piemontesi, Shai Wosner oder Martin Helmchen, zu jenen Pianisten, die nicht das grelle mediale Rampenlicht suchen, sondern auf behutsamen Wegen ihre Entwicklung stetig vorantreiben und deren Namen für eine Nachhaltigkeit stehen, die im Musikgeschäft von besonderem Wert ist.

Zu den aktuellen vielversprechenden Jungtalenten zählt auch einer von Biss’ Studenten: der in Massachusetts geborene Eric Lu. Ausgezeichnet beim Chopin-Wettbewerb in Warschau und prämiert beim Renommier-Wettbewerb von Leeds steht er nun in einer Reihe mit früheren Leeds-Preisträgern wie Murray Perahia, Mitsuko Uchida, András Schiff oder Lars Vogt. Im Rahmen der durch die Imhoff Stiftung geförderten Konzerte präsentiert Lu ein anspruchsvolles Programm von Mozart bis Skrjabin.

Den Abschluss der Klavier-Saison bestreitet der Isländer Víkingur Ólafsson. 2017 hatte er mit Werken von Philip Glass sein viel beachtetes CD-Debüt vorgelegt. Nach einer Aufnahme mit Musik von Bach stellt er nun Musik des Barocks und des Impressionismus nebeneinander: Rameau trifft Debussy. Ólafsson, ein Meister feiner Schattierungen und leiser Zwischentöne, nennt beide Komponisten „Giganten der französischen Musik": beide progressiv und originell, beide musikalische Avantgardisten. Diese und weitere Ähnlichkeiten haben Ólafsson dazu bewogen, Debussy und Rameau einander gegenüberzustellen – eine spannende Entdeckungsreise.

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