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02.05.2010 Sonntag 11:00 Uhr
Vergangene Veranstaltung
MusikTriennale Köln
(Zu)Flucht.
Gürzenich-Orchester Köln, M. Stenz: Adès, Haydn
Kölner Philharmonie

Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz Dirigent

MusikTriennale Köln
(Zu)Flucht



Thomas Adès
Asyla op. 17 (1997)
für großes Orchester

Pause

Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:101 (1793-94)
für Orchester
"Die Uhr"

Joseph Haydn
Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 (1772)
für Orchester
"Abschiedssinfonie"

3. Akt

Karlheinz Stockhausen
DONNERSTAGS-ABSCHIED (1980). Für 5 Trompeten oder eine Trompete in 5-Spur-Aufnahme und Klangregie
aus: DONNERSTAG aus LICHT

Das Asyl ist ein Ort der Rettung, aber auch der Ausgrenzung, im Englischen auch eine Irrenanstalt. Widerstrebende Assoziationen, mit denen der Brite Thomas Adès die Konzertbesucher in eine philharmonische Dancefloor-Atmosphäre versetzt. Melodische Loops über motorischen Technobeats, dazu der Ruch von Designerdrogen, worauf der „Ecstasio“ betitelte dritte Satz seiner „Asyla“ direkten Bezug nimmt. Aber wer wird hier ins Exil geschickt: die Musik oder das Publikum? Ist Droge Flucht und Musik Zuflucht? Oder ist es umgekehrt in Zeiten sozialer Vereinsamung und Massen-Entertainments? Fragen an eine Musikkultur zwischen House und Konzertsaal, Kommerz und Subvention, programmierten Samples und handgefertigten Zwölftonreihen. Für welchen tieferen Zweck über den bloßen Auftrag seines Fürsten Nikolaus Esterhazy hinaus er seine Musik schrieb, hat sich sicher auch Joseph Haydn manchmal fragen müssen. Sein Bild musikalischen Erlöschens in der „Abschiedssinfonie“ zeigt einen Philosophen, der mit seiner hofgerechten Musik stets Subversives mitlieferte.



10:00 Uhr, Empore : Einführung in das Konzert. :

Eintritt nur mit gültiger Konzertkarte



Mehr Infos zu den Künstlern:
Gürzenich-Orchester Köln
Gürzenich-Orchester Köln (© Gürzenich-Orchester Köln)
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