(Zu)Flucht.
Gürzenich-Orchester Köln, M. Stenz: Adès, Haydn
Gürzenich-Orchester Köln
Markus Stenz Dirigent
MusikTriennale Köln
(Zu)Flucht
Thomas Adès
Asyla op. 17 (1997)
für großes Orchester
Pause
Joseph Haydn
Sinfonie D-Dur Hob. I:101 (1793-94)
für Orchester
"Die Uhr"
Joseph Haydn
Sinfonie fis-Moll Hob. I:45 (1772)
für Orchester
"Abschiedssinfonie"
3. Akt
Karlheinz Stockhausen
DONNERSTAGS-ABSCHIED (1980). Für 5 Trompeten oder eine Trompete in 5-Spur-Aufnahme und Klangregie
aus: DONNERSTAG aus LICHT
Das Asyl ist ein Ort der Rettung, aber auch der Ausgrenzung, im Englischen auch eine Irrenanstalt. Widerstrebende Assoziationen, mit denen der Brite Thomas Adès die Konzertbesucher in eine philharmonische Dancefloor-Atmosphäre versetzt. Melodische Loops über motorischen Technobeats, dazu der Ruch von Designerdrogen, worauf der „Ecstasio“ betitelte dritte Satz seiner „Asyla“ direkten Bezug nimmt. Aber wer wird hier ins Exil geschickt: die Musik oder das Publikum? Ist Droge Flucht und Musik Zuflucht? Oder ist es umgekehrt in Zeiten sozialer Vereinsamung und Massen-Entertainments? Fragen an eine Musikkultur zwischen House und Konzertsaal, Kommerz und Subvention, programmierten Samples und handgefertigten Zwölftonreihen. Für welchen tieferen Zweck über den bloßen Auftrag seines Fürsten Nikolaus Esterhazy hinaus er seine Musik schrieb, hat sich sicher auch Joseph Haydn manchmal fragen müssen. Sein Bild musikalischen Erlöschens in der „Abschiedssinfonie“ zeigt einen Philosophen, der mit seiner hofgerechten Musik stets Subversives mitlieferte.
10:00 Uhr, Empore : Einführung in das Konzert. :
Eintritt nur mit gültiger Konzertkarte
Mehr Infos zu den Künstlern:
Gürzenich-Orchester Köln
- 30,-
- 23,-
- 20,-
- 15,-
- 13,-
- 9,-
